Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur

Akupunktur in der Praxis im Kaiserviertel in DortmundTraditionelle Chinesische Medizin bezeichnet die Heilkunde, die in China vor gut 2000 Jahren entwickelt wurde und sich von da aus in den gesamten ostasiatischen Raum verbreitete. In den letzten Jahrzehnten findet die TCM auch im europäischen Raum zunehmend Anhänger.

Sie beruht auf fünf Säulen:

  • Arzneitherapie und Diät
  • Akupunktur und Moxibustion
  • Massagetechniken wie Tuina Anmo und Shiatsu
  • Bewegungsübungen wie Qigong und Taijiquan

Das Qi – die Lebensenergie

Eine Schlüsselrolle im Verständnis des menschlichen Organismus und des Lebens überhaupt besteht in der Rolle des Qi, der Lebensenergie. Das Gleichgewicht des Qi ist ein dynamischer Prozess, in dem die gegensätzlichen Spannungen, das Yin und das Yang, ausgeglichen werden. Begriffspaare, die von Spannungen geprägt sind, finden sich überall:

  • weiblich – männlich,
  • außen – innen,
  • oben – unten,
  • aktiv – passiv,
  • krank – gesund.

Ist der Einzelne nicht in der Lage, das Gleichgewicht des Qi selbst wieder herzustellen, bietet die TCM verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Die Selbstheilungskräfte werden gestärkt, die Lebensenergie kann wieder fließen.

Das Wesen der Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Methode, bei der feine Nadeln in so genannte Therapiepunkte eingesetzt werden. In der chinesischen Medizin ist der Körper des Menschen von Meridianen (Kanälen) durchflutet, durch die das Qi pulsiert. Auf den Meridianen liegen 365 Therapiepunkte.

Durch das Reizen der Punkte mittels feiner Nadeln werden Blockaden für das Durchströmen des Qi gelöst. Ein sensibler Patient spürt dieses durch eine ausstrahlende Empfindung entlang des betroffenen Meridians.

Akupunktur in Dortmund

Krankheitsbilder

Es gibt eine Vielzahl von Krankheitsbildern, bei denen Akupunktur nachweislich hilft. Es ist jedoch kein Wundermittel, das unheilbare oder schwere Erkrankungen zum Verschwinden bringen kann. Die größten Erfolge erzielt die Anwendung bei Schmerzerkrankungen (Rücken-, Gelenk- und Nervenschmerzen, Migräne). Aber auch Schlafstörungen, Allergien, internis-tische und gynäkologische Erkrankungen lassen sich oft durch Akupunktur lindern.

Individuelle Betreuung

In einem ausführlichen Erstgespräch und einer Eingangsuntersuchung erfragt der Arzt die Lebensweise und das Beschwerdebild. Bei der Akupunkturbehandlung wird für jeden Patienten eine individuelle Punktkombination erarbeitet. Die Therapie findet ein- bis zweimal wöchentlich statt. In der Regel werden 10 – 15 Behandlungseinheiten benötigt.

Selten kann es zu Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden oder Blutergüssen kommen, die aber rasch abklingen.
Viele Krankenkassen haben die Wirksamkeit der Akupunktur durch eigene Studien überprüft und erstatten die Behandlungskosten bei bestimmten Krankheitsbildern.