Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Was ist Diabetes mellitus?

Bei der Torte ist etwas Zurückhaltung gebotenDer Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels einhergeht. Ursache dafür ist ein Mangel des Hormons Insulin. Glukose (Traubenzucker) dient dem Körper als Hauptenergielieferant. Damit die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen gelangen kann und dort in Energie umgewandelt wird, ist Insulin notwendig. Wenn zu wenig Insulin gebildet wird, steigt der Blutzuckerspiegel an, und dem Körper steht nicht mehr genügend Energie zur Verfügung. Der normale Blutzuckerspiegel sollte in nüchternem Zustand unter 110mg/dl liegen.

Welche Diabetes-Formen gibt es?

Man unterscheidet den Diabetes Typ 1 und 2.

Der erstere beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Bei dieser Form produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder nicht mehr genügend Insulin. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht im Ersatz des fehlenden Insulins.

Der Typ 2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, betrifft über 90% aller Erkrankten. In Deutschland geht man von 5 – 6 Millionen Diabetikern aus, wobei die Zahl stetig zunimmt.  . Derzeit liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 55 Jahren. Auslösende Faktoren sind Übergewicht und verminderte körperliche Betätigung, oft begleitet von erhöhten Blutfettwerten sowie Bluthochdruck. Auf Grund falscher Ernährung und zu wenig Bewegung erkranken immer mehr Kinder und Jugendliche am Typ 2-Diabetes.

Wie macht sich Diabetes bemerkbar?

Charakteristische Beschwerden beim Typ 1-Diabetiker sind: Starker Durst, häufiges Wasserlassen und eine rasche Gewichtsabnahme.

Beim Typ 2-Diabetes treten zu Beginn keine oder nur geringe Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Durst und häufiges Wasserlassen auf. Oft wird die Erkrankung nur zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen entdeckt. Die meisten Typ 2-Diabetiker sind übergewichtig.

Wandern ist ein geeigneter Ausgleichssport

Wie lässt sich Diabetes behandeln?

Bei der Behandlung von Typ 2-Diabetikern strebt man zunächst eine Normalisierung des Körpergewichts und eine Umstellung der Ernährung an. Wichtig ist zudem regelmäßige körperliche Bewegung, denn das verbessert die Insulinverwertung. Das Herz-Kreislaufsystem sollte gestärkt, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss gemieden werden. Lassen sich die Blutzuckerwerte durch diese Maßnahmen allein nicht normalisieren, werden Medikamente, so genannte Antidiabetika, verschrieben.

Worauf muss man bei der Ernährung achten?

Jeder Diabetiker sollte eine kompetente Ernährungsberatung erhalten, zum Beispiel durch eine Diätassistentin. Die ideale Ernährung eines Diabetikers ist ausgewogen, reich an Ballaststoffen und fettarm. Trauben- und Haushaltszucker sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden. Bei den Fetten sind Rapsöl und Olivenöl empfehlenswert. Fisch eignet sich wegen der gesunden Omega-3-Fettsäuren ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung.