Osteoporose

Die Osteoporose („Knochenschwund“) ist eine Erkrankung des Knochens, die mit einem beschleunigten Abbau der Knochen-substanz einhergeht. In Deutschland gibt es mehr als 5 Mill. Betroffene; etwa 130 000 Frakturen (Knochenbrüche) sind auf die Krankheit zurückzuführen.

Knochenaufbau - Knochenabbau

Milch - gut zur Vorbeugung gegen OsteoporoseKnochen sind nichts Lebloses, sie sind durchsetzt von stoffwechselaktiven Zellen. Die Knochenstruktur unterliegt einem ständigen Umbau. Im Alter von ungefähr 20 Jahren ist die maximale Knochenmasse erreicht. Ab dem 35. bis 40. Lebensjahr beginnt ein langsamer kontinuierlicher Knochenabbau.

Der Grundstein für gesunde Knochen wird bereits in der Kindheit und Jugend gelegt. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung führen zu einer höheren maximalen Knochenmasse, d.h., man sorgt für sein späteres Leben vor. Besonders wichtig sind die „Knochenbausubstanzen“ Kalzium, Phosphat, Eiweiß und Vitamin D. Unter Lichteinwirkung stellt der Körper selbst Vitamin D her. Außerdem ist es in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Butter enthalten. Kalzium ist notwendig, um das vorhandene Vitamin D aufzunehmen.

Bei der Osteoporose ist der Knochenabbau beschleunigt. Dadurch nimmt die Stabilität des Knochens laufend ab, es kommt häufig zu Frakturen.

Entstehung der Osteoporose

Zum einen gibt es die „Wechseljahresosteoporose”, die naturgemäß nur Frauen betrifft. Sie tritt nach der Menopause durch den Verlust der Östrogenwirkung auf und geht oft mit Wirbelfrakturen einher. 80% aller Osteoporosen gehören zu dieser Gruppe.
 
Von der so genannten “Altersosteoporose“ sind Männer ebenso betroffen wie Frauen. Sie wird oft erst mit dem Auftreten einer Fraktur des Oberschenkelhalsknochens sichtbar. Hier spielt die Mangelversorgung mit Kalzium und Vitamin D die größte Rolle. Ältere Menschen essen oft weniger und halten sich seltener im Freien auf.

Symptome

Viele Betroffene sind lange Zeit ohne Beschwerden. Chronische Rückenschmerzen können ein Hinweis sein, ebenso Wirbelkörperbrüche. Bei einer stark ausgebildeten Osteoporose verändert sich die Körperhaltung, ein „Hohlrundrücken“ entsteht. Außerdem nimmt die Körpergröße deutlich ab.

Diagnose

Viele Anzeichen können schon im ärztlichen Gespräch und bei der körperlichen Untersuchung erkannt werden. Bei zusätzlichen Risiken wird eine Knochendichtemessung durchgeführt. Sie wird von der Krankenkasse dann erstattet, wenn bereits Frakturen vorliegen. Als individuelle Vorsorgemaßnahme kann sie dazu dienen, das Frakturrisiko einzuschätzen.

Therapie

Das regelmäßige körperliche Training ist ein wichtiger Bestandteil jeder Behandlung. Kalzium und Vitamin D werden nur dann verschrieben, wenn die Aufnahme bzw. Bildung nicht durch natürliche Maßnahmen erreicht werden kann. Bei starker Gefährdung durch Knochenbrüche kann die Gabe von Arzneimitteln sinnvoll sein.

Im ärztlichen Gespräch wird der Nutzen gegenüber den Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Tumorrisiko bei Östrogenen) abgewogen, um mit dem Patienten eine Entscheidung zu treffen. Bei starken chronischen Schmerzen erfolgt eine Schmerztherapie.


Bewegung zur Vorbeugung von Osteoporose

Vorbeugung

Regelmäßige Bewegung, mindestens eine halbe Stunde täglich im Freien, und eine kalziumreiche Ernährung (Milchprodukte, grünes Gemüse) sind die wichtigsten „Knochenstärker“.

Phosphathaltige Lebensmittel (Fleisch, Wurst, Schmelzkäse, Softdrinks) sollten gemieden werden, da Phosphate “Kalziumräuber“ sind. Auch Rauchen, insbesondere bei Frauen, begünstigt die Entstehung der Krankheit, ebenso erhöhter Alkoholkonsum.